Samstag, 30. Oktober 2010

Lassen wir doch in heißen Zeiten ein wenig rechten Wind wehen

Da war doch mein Artikel über die Summe der Parteispende der NPD nichts gegenüber der Spende die jetzt getätigt wurde. So hat jetzt die DVU eine Spende von

Dr. Gerhard Frey
Paosostraße 2
81243 München


1.030.898,97 €
erhalten.

Eine Einsicht zu den aktuellen Spenden findet sich hier:
Aktuell nähere Infos zu den Spenden finden sich hier:



Noch was interessantes zum Thema Spenden und Lobby

Der Multimilliardär und fünft reichste Deutsche, August Baron von Finck beispielsweise versuchte eine hohe Zuwendung an die FDP wenige Monate vor der Bundestagswahl trickreich zu verschleiern.
Die FDP hatte dem Bundestagspräsidenten im April des Jahres 2009 lediglich mitgeteilt, eine Spende von 300.000 € von einer "Substantia AG" erhalten zu haben. (berichtete der Stern)
Einsicht der gesamten Spende hier:

Unter ihrem alten Namen "VM Holding AG" hatte das weitgehend unbekannte Unternehmen zudem bereits im vergangenen Jahr eine viertel Million an die FDP überwiesen.

Wie sich herausstellte, war die AG damals zu 90 und heute ist sie zu 100 Prozent im Besitz der "Vercura Vermögensverwaltungs GmbH", die laut Handelsregister dem 80 jährigen Baron von Finck persönlich gehört.

Der Senior ist besonders interessant!
(sofern man von "interessant" sprechen kann)
Die FDP verteidigte die missglückte Verschleierungstaktik mit den Worten, es wäre "rechtswidrig" die Aktionäre der Spendenfirma anzugeben.
Die Waschanlagen der FDP hatten Namen wie "Internationaler Wirtschaftsclub" oder "Gesellschaft zur Förderung der freien Marktwirtschaft" und wurden oft von der ein und selbigen Person geleitet. Spenden wie diese Vereine flossen in der Regel weiter an die "Internationale Liberale" nach London, um von dort wieder nach Deutschland zurück transferiert zu werden. Eine Konstruktion, die auf Walter Scheel zurückging.
Dass die FDP auch heute noch öffentlichkeitsscheue Gönner wie Baron von Finck hat, verwundert nicht. Für Kapitalbesitzer sind die Liberalen immer noch die erste Wahl als Interessenvertretung. Finck ist der Allgemeinheit kaum bekannt, hat mit seinem Privatvermögen von 5 Milliarden € aber viele Fäden in der Hand. Er ist reicher als Berlusconi und kontrolliert unter anderem den Mövenpick - Konzern. Sein Reichtum gründet zum größten Teil auf Erbschaft. Der Großvater war Mitbegründer des Allianz - Konzerns und auch sein Vater spielte als Bankier bedeutende Rolle. Er gehörte zu einer Gruppe von Industriellen, die sich 1931 mit Adolf Hitler trafen und der NSDAP im Falle eines Linksputsches 25 Millionen Reichsmark zur Verfügung stellten. Außerdem war Finck
Teilnehmer des Geheimtreffens vom 20. Februar 1933 von Industriellen mit Hitler. Der künftige "Führer" bekannte sich dort ausdrücklich zum Privateigentum und behauptete, die NSDAP wäre die einzige Rettung vor der kommunistischen Gefahr. Das sahen die 27 vor ihm versammelten Wirtschaftsführer, unter ihnen neben Finck so illustre Namen wie Flick, Krupp und Quandt, offensichtlich ähnlich, denn gemeinsam beschlossen sie die Einrichtung eines Wahlfonds von 3 Millionen Reichsmark für die NSDAP.
Eine Woche später brannte der Reichstag!

Weiteres ist im Heft HINTERGRUND Ausgabe 4/2009 nachzulesen.




Das ist doch auch ein nettes Plakat hier:

"Wählt FDP bisher LDP"

Plakat: Wahlplakat der FDP zur Entnazifizierung, 1949

Schlußstrich drunter!...wählt FDP.
Wahlplakat der FDP zur Bundestagswahl 1949 mit der Forderung nach Beendigung der Entnazifizierung.
Graphischer Großbetrieb Georg Stritt & Co
Frankfurt/Main, 1949
Druck
59,2 x 41,7 cm
Haus der Geschichte, Bonn
EB-Nr.: 1987/3/105

© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Mein Kommentar: Jaja, so ist das mit den Namen, egal ob Firmen, Parteien oder Personen, geben wir denen doch schnell mal einen anderen Namen! Dann fällt es nicht so schnell auf.

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